Situation des ehemaligen Gästehauses der DDR-Regierung und eines Denkmalschutzes

Redebeitrag: SR Jörg Kühne

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, liebe Gäste

Denkmalschutz und Pflege sind durchaus wichtig und nützlich. Auch und gerade in einer geschichtsträchtigen Stadt wie der unseren.

Auch vier Jahrzehnte DDR- Architektur sind aus unserer Sicht schützenswert und erinnerungswürdig.
Fraglich aber, warum die heruntergekommene Immobilie des ehemalige Gästehauses der DDR- Regierung zwingend Denkmalgeschützt sein muss. Zumal es dem Denkmalschutz erst vor kurzer Zeit einfiel, dass die sehr hässlich anzuschauenden Reste dieses Gebäudes aus DDR- Zeiten schützenswert sein sollen.

Wenn man sich ein Gebäudeensemble der späten DDR- Jahre anschauen möchte fährt oder läuft der geneigte Betrachter von Architektur aus diesen Zeiten etwa 100 Meter weiter und kann am Kreisverkehr Karl-Tauchnitz-Straße das dort stehende Hochhausensemble betrachten.

Es ist wahr, das dieses Haus nicht Geschichtslos ist. So hatte der exzellente Politiker Dr. Franz-Josef Strauss, der dort einige Male weilte, für viel Westgeld, dem SED- Regime dort den Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze Anfang der achtziger Jahre abgetrotzt. Für diese Tat der Menschlichkeit gebührt dem Staatsmann auch heute Respekt und Dankbarkeit. Ein Gedenkstein für Strauss an dieser Stelle wäre nach einer Umgestaltung des Areals durchaus eine wünschenswerte Überlegung.

Ich danke für ihre Aufmerksamkeit

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