Schutzschirm für Vereine

SR Tobias Keller

Rede zum Schutzschirm für Leipziger Vereine und Verbände
Antrag Nr. A-00068/14 (Linke)
Änderungsantrag Nr. A-00068/14-ÄA-002 (Bündnis 90/Grüne)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, geehrte Stadträte, liebe Gäste,
aus Sicht der AfD-Fraktion beinhalten beide Anträge – nach außen hin s c h e i n b a r gut
gemeint - die Schaffung eines hintersinnigen Bürokratie-Monsters, welches von vornherein
selbst durch die gutwilligste Verwaltung einer Stadt nicht zu leisten ist!
Unsere Fraktion lehnt daher beide Anträge ab und wird als vorläufigen Kompromiß dem
Verwaltungsstandpunkt zustimmen!
Dieser formuliert aus unserer Sicht zumindestens Zielstellungen, wie die w i r k l i c h e n
derzeitigen Probleme des Vereinslebens nach Diskussion mit den Erfahrungsträgern vor Ort
in den Vereinen städtisch unterstützend angegangen werden könnten.
Es werden ja u.a. beklagt die fehlende Motivation des potentiellen Vereinsnachwuchses, die
verloren gegangenen Grundwerte unserer Jugend, welches ja überall auch im Stadtbild
sichtbar ist, und der tagtägliche große und kleine Ärger mit den städtischen
Verwaltungsstellen, wo Hilfe und Unterstützung für Vereinsanliegen viel konzentrierter
abgearbeitet werden sollten als bisher.
Selbstverständlich mit der zentralen Maßgabe – o h n e zusätzliche Stellenbesetzungen und
Schaffung neuer bürokratischer Institutionen, nur durch Umorganisation im Rathaus-Bereich!
Beiden Anträgen geht inhaltlich übrigens völlig ab, dass Vereine zuallererst bürgerschaftliche
Konstrukte der Selbsthilfe, d.h. der E i g e n v e r a n t w o r t u n g bei der Umsetzung
selbstgewählter Ziele darstellen sollen und nichts anderes – selbstverständlich die ganz e i g e
n e Mobililsierung von Mitgliedern und Finanzen betreffend!
Seit Gründung der ersten Vereine in deutschen Städten galt diese Maßgabe und in diesem
Sinne, an dem man festhalten sollte, sind Vereine nicht etwa Unternehmungen, die finanziell
vom Stadtsäckel abhängen sollten! Dies widerspricht ja auch dem Wortsinn „V e r e i n“!
Derjenige Großteil der Vereine unserer Stadt, welcher dankenswerterweise städtische
Pflichtaufgaben übernommen hat, die selbstverständlich auch ausreichend finanziert werden
müssen, ist natürlich gänzlich anders zu betrachten!
Abschließend:
Städtische Vereine eines gut bekannten Millieus, die immer wieder durch Hetze, Intoleranz
und Schlimmeres grundgesetzwidrig auffallen, sind städtische Finanzmittel selbstverständlich
gänzlich zu versagen!
Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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