Schlechte Architektur im Visier „Was kann weg?“

SR Jörg Kühne

Schlechte Architektur im Visier „Was kann weg?“

Dazu folgende Stellungnahme von Jörg Kühne als gewählter AfD-Stadtrat in Leipzig-Mitte:

Die bedeutsamsten architektonischen Verluste der letzten zweieinhalb Jahrzehnte im Zentrum unserer Stadt waren und sind für viele Leipziger Bürger der Verlust der Kleinen Funkenburg in der
Jahnallee und der ebenso völlig unnötige Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses in der Friedrich-Ebert-Straße. Bis heute klaffen diese baulichen Wunden in unserer Innenstadt.
Erinnert sei an das herausragende bürgerschaftliche Engagement der Mitglieder des Bürgervereins Waldstraßenviertel um deren damalige Vorsitzende Barbara Baumgärtel für den Erhalt der Kleinen Funkenburg. Leider waren die zahlreichen Aktivitäten gegen die Abrisse der Kleinen Funkenburg wie auch des Henriette-
Goldschmidt-Hauses ohne Erfolg.
Auch wenn sich nicht wenige Bürger an die Leere des Ist-Zustandes
dort gewöhnt haben, sollte künftig ein größeres Augenmerk auf unsere städtebaulichen Schätze gelenkt werden.
Bei der immer noch reichlich vorhandenen traditionsreichen Architektur - nicht nur im Innenstadtbereich unserer Stadt trotz zahlreicher kriegsbedingter Wunden - ist auch aus meiner Sicht die Arbeit des Leipziger Stadtforums endlich aufzuwerten, in dem dessen Empfehlungen mit viel größerer Ernsthaftigkeit durch die Entscheidungsträger der Stadt wahrgenommen werden; nämlich seitens der Verwaltung und des Stadtrates. Dies könnte künftige negative, nicht gewollte städtebauliche Veränderungen helfen zu minimieren. Immerhin arbeiten honorige, städtebaulich und in Sachen Architektur erfahrene Experten in diesem Gremium!
Gleichwohl werden Bausünden wohl auch künftig zu beklagen sein.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich bestens streiten. Neubauten werden daher nie von allen Seiten als segensreich für das Leipziger Stadtbild erachtet werden. Es ist aus meiner Sicht dennoch gut, dass Investoren in unserer schnell wachsenden Stadt „buddeln und bauen“ wie lange Zeit nicht. Aber bitte mit städtebaulicher Verantwortung für Leipzig und mit dem nötigen Augenmaß!

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