Offener Brief an die ANTIFA Leipzig

SR Tobias Keller

 

Zum Anschlag auf das Büro von Tobias Keller, der eine kleine Sanitär-Heizungsfirma betreibt:
Leipzig, den 25.08.2016

 

Offener Brief an die Antifa Leipzig:

Was stört euch an mir?
Ist es meine Familie, zu der auch farbige Menschen gehören? Dann seid Ihr die Rassisten!

Ist es meine Firma, die seit Jahren ausbildet und auch einen Kurden mit deutschem Pass zum Abschluss brachte, der jetzt einen festen Job hat? Dann seid ihr die Rassisten!

Ist es unsere Arbeit im Stadtrat, in der wir ein Spendenkonto für Flüchtlingsunterkünfte einrichten wollten, was aber von Rot-Rot-Grün, CDU und FDP abgelehnt wurde? Dann seid ihr die Rassisten!

Ist es unser Engagement, den sozialen Wohnungsbau ins wohnungspolitische Konzept aufzunehmen und damit auch der Gentrifizierung entgegen zu wirken? Dann seid ihr die Unsozialen!

Ist es unser Engagement für Vielfalt der Meinungen und für Volksabstimmungen, damit alle, auch Menschen wie ihr mit entscheiden können? Dann seid ihr undemokratisch!

Ist es mein Bekenntnis zum christlichen Glauben? Dann seid ihr Religionsfeinde!
Ist es die Ruhe der Nacht und eure Vermummung, die euch sicher macht? Dann seid ihr intransparent!

Ist es nichts von alledem und euch stört nur, dass es uns gibt und dass wir ab und an auch mal eine eigene Meinung vertreten? Dann seid ihr eine kriminelle Vereinigung ohne jeglichen Bezug zum Antifaschismus. Dann seid ihr die Faschisten, denn solche Methoden, den politischen Mitberweber mundtot machen zu wollen, kennt man aus dem 3.Reich und der „DDR“.

Feige Anschläge sind kein geeignetes Mittel der politischen Auseinandersetzung in einer Demokratie.

Erreicht habt ihr nun dass wir uns noch mehr mit dieser Art von organisierter Kriminalität befassen müssen. Dies ist viel Arbeit und wir kämpfen bekanntlich gegen Windmühlen aber wir machen das!

Dennoch sind wir tolerant und gesprächsbereit.

In diesem Sinne grüßt Tobias Keller Fraktionsvorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion Leipzig

 

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