LVV Sponsoring bei RB Leipzig

SR Holger Hentschel

Presseerklärung zur Entscheidung der stadteigenen Holding LVV als Sponsor beim Fußballklub RB Leipzig mit zunächst max. 240.000 € einzusteigen

Dazu folgende Stellungnahme von Holger Hentschel, finanz- und sportpolitischer Sprecher der Fraktion:

Die AfD-Stadtratsfraktion lehnt diese Sponsoring-Initiative des Stadtkonzerns LVV aus guten Gründen ab:

Stadteigene Firmen haben bekanntlich die erstrangige Aufgabe, wichtige Infrastruktur für die Daseinsvorsorge unserer Stadt und ihrer Bürger, wie den Öffentlichen Personennahverkehr, Elektrizitäts- und Wasserversorgung etc. kostengünstig bereitszustellen. Genauso bekannt ist übrigens die anhaltende Bürgerkritik an den derzeitigen Preisen und Preisentwicklungen dieses öffentlichen Wirtschaftssektors!

Generell ist Sponsoring aus Sicht der Fraktion ein ganz wesentlicher finanzieller Faktor, um die Leipziger Sportvereine im Allgemeinen und damit auch den Breitensport zu fördern. Ein kommunales Sponsoring für einen Profiverein wie den Bundesligisten RB Leipzig sehen wir hingegen kritisch und müssen eine solche Entscheidung schon aufgrund der Endlosspirale an finanziellen Belastungen der Leipziger Bürger für eben die genannten städtischen Leistungen als nicht verantwortbar ablehnen!

Jahr für Jahr benötigt die stadteigene LVV-Holding Zuschüsse aus Steuergeldern, um auch wirtschaftlich unrentable, aber für die Stadt notwendige Infrastruktur, wie z.B. den Straßenbahnbetrieb, aufrecht zu erhalten. Gerade die aktuelle, von Bürgerprotesten begleitete Gebührenerhöhung seitens der LVB strapaziert den Geldbeutel der Leipziger weiterhin, belastet die Einkommensschwachen unverhältnismäßig. Des weiteren stehen unaufschiebbare, finanziell aufwendige Investitionen für die benannte städtische Infrastruktur an! Wenn also stadteigene Betriebe mit Geldern der Bürger in derartiger Weise umgehen, ist dies für das Gros der Leipziger als Kunden dieser Firmen gewiss nicht nachvollziehbar.
Aus Sicht der Fraktion können marktgerechte Angebote für Großkunden, z.B. der Stadtwerke Leipzig, auch ohne eine derartige Sponsoring-Initiative erfolgreich umgesetzt werden.

Fazit: Das gewiss notwendige Sponsoring für diesen Profifußball-Verein ist den finanzstarken privaten Unternehmen zu überlassen, nicht den klammen Kassen unserer Stadtfirmen!

RB Leipzig wird sicher auch ohne die o.a. finanzielle Unterstützung der Stadt erfolgreich in der Fußball-Bundesliga agieren. Die Mitglieder der AfD-Stadtratsfraktion drücken dem Verein dazu jedenfalls alle Daumen!

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