Dachsanierung der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig

SR Jörg Kühne

Redebeitrag unseres Stadtrates Jörg Kühne bezüglich der Dachsanierung der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren Beigeordnete und Stadträte, liebe Zuhörer auf der Empore.

Auch meine Fraktion wird dem Antrag zur finanziellen Unterstützung der Sanierung des Daches der israelitischen Religionsgemeinde in der Löhrstraße 10 zustimmen und wir hoffen, dass nun die Sanierung des Daches bald durchgeführt werden kann.

Im 170. Jahr des Bestehens der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig mit seinen wieder etwa 1300 Mitgliedern ist die Gemeinde zu einem sehr wichtigen und wohl größten Zentrum jüdischen Glaubens in Mitteldeutschland gewachsen.

Man darf sagen: Gott sei dank!

Was nach den grausamen Verbrechen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft an den Bürgern jüdischen Glaubens auch in unserer Stadt alles andere als eine Selbstverständlichkeit darstellt!

Wir möchten uns auf diesem Wege auch nochmals für konstruktive Gespräche, die wir mit Vertretern der Israelitischen Religionsgemeinde zu diesem Thema führen konnten, herzlich bedanken.
Es wurde sehr deutlich, dass man dort erstens nichts gegen eine Unterstützung auch meiner Fraktion hat, und das man sich nach demokratischem Brauch prinzipiell über jede konstruktive Unterstützung freut.

Es ist zwar sehr bedauerlich das die schon lange im Leipziger Stadtrat vertretenen Parteien auch und gerade bei einem so wichtigen Thema, wie diesem, nicht von ihrer Polit- Folklore der Ausschließeritis lassen können. Der gemeinsame Antrag - ohne meine Fraktion einzubeziehen - macht aber öffentlich einmal mehr die Lächerlichkeit und völlige Sinnfreiheit dieser Ausschließeritis sehr deutlich.
Manche hatten tatsächlich gedacht, dass man 27 Jahre nach dem Ende der DDR, und zumal in Leipzig, schon etwas weiter wäre.

Ich danke für ihre Aufmerksamkeit

Diese Seite verwendet Cookies.